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Sehr übersichtliche Zusammenstellung der heute gebräuchlichen Operationsmethoden in der sogenannten „Psychochirurgie“, das heißt der frontalen Lobotomie. Nach Übersicht über die Weltstalistik ist der Eingriff schon in mehr als 10000 Fällen durchgeführt worden. Als Hauptindikation gilt immer noch die Schizophrenie: „?n den besten Statistiken wird der Prozentsatz für die Entlassungsbesserung mit 30 bis 40Prozent angegeben, wobei aber nach unserer Schätzung ein sozialer und gesellschaftlich unauffälliger Heilungszustand in kaum 5 Prozent erreicht wird.“ (!) „Mit wenigen Ausnahmen wird ein Mangel an Einsicht und Abschätzung realer Situationen den aus Internierung und chirurgischer Behandlung Entlassenen im gesellschaftlichen Leben behindern und eine weitere, jedoch erleichterte Überwachung und Pflege bedingen.“
Die „Psychochirurgie“ scheint im einem um so zweifelhafteren Licht zu stehen, als „nach den Schätzungen einer großen psychiatrischen Anstalt (3000 Betten) unter den Schizophrenen aus der Krankheitsdauer des ersten Jahres mit den bisherigen konservativen Methoden auch 30 bis 40 Prozent Entlassungsremissionen erzielt werden“.
Die Operation als solche ist heute voll standardisiert. Die Schäden, die sie setzt — im Sinne einer Persönlichkeitsveränderung — sind irreparabel. Der Weg, auf dem die psychopathologischen Syndrome beeinflußt werden, ist unklar. Trotzdem wird das Anwendungsgebiet immer weiter ausgedehnt, wie dem Referenten scheint nach dem Motto: „mal probieren“. Involutionspsychosen, Depressionen werden genannt neben unbeherrschbaren Schmerzzuständen, die früher schließlich der Chordotomie zugeführt wurden — zum Beispiel Phantomschmerzen. Jeder Kenner der Materie weiß um die häufige Erfolglosigkeit solcher „aufsteigenden“ Eingriffe. Der Aufstieg hat nun schließlich im Cortex sein Ende gefunden; und schon wird gemeldet, „daß viele dieser Patienten nach einigen Monaten Rückfälle mit Rückkehr der früheren Schmerzempfindungen aufweisen“. Da es „höher“ nicht mehr ge