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Eine bei Epileptikern nicht allzu selten vorkommende Halluzination, das Sehen der eigenen Gestalt, wird bei einer 54-jährigen Frau mit einer Spätepilepsie als Äquivalent beschrieben und psychologisch interpretiert. Da es sich anfänglich nur um ein Aufblitzen, wie das eines erleuchteten Spiegels, später dann um ein im blitzartigen Wechsel auftauchendes Bild eines kreisförmigen Brustbildausschnittes — wohl als individuelle Verarbeitung eines empfindungsmäßigen Rohmaterials — handelte, wird eine Assoziation der Patienten — die Erinnerung an ein Erlebnis ihres Bildes in einem Brunnenspiegel — zur Erklärung des Brustbildausschnittes herangezogen. Die abergläubische Bedeutung des Sehens der eigenen Gestalt als Todesahnung läßt zusammen mit einer Äußerung der Patientin eine Deutung des Bildes als Darstellung einer verdrängten Todesangst zu.