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Bierens de Haan (Amsterdam) nimmt die Gelegenheit wahr, sich in der Zeitschrift „Behaviour“ mit dem Behaviourismus auseinanderzusetzen. Er gibteinein geschiehllichen Überblick über die Entwicklung der Tierpsychologie, zurückgehend bis zu Aristoteles, und hebt im besonderen die Tendenz zum Objektivismus heraus, denn Behaviourismus ist eine objektivistische Darstellung der Lebenserscheinungen. Wir hören, daß er an die Spitze eines modernen Objektivismus' in Deutschland J. v. Uexküll, Bethe und Beer stellt, und zwar mit deren Veröffentlichung „Vorschläge zu einer objektivierenden Nomenklatur in der Physiologie des Nervensystems“.2) J. v. Uexküll, der später als ein scharfer Gegner des amerikanischen Objektivismus hervortrat, sagte im Jahre 1900 in seiner Veröffentlichung „Über die Stellung der vergleichenden Physiologie zur Hypothese der Tierseele“ :3) „Wir leisten Verzicht darauf, aus den sichtbaren Handlungen der Tiere auf die Vorgänge in ihrer Psyche zu schließen.“ Damit allerdings leugnete er nicht, daß es seelische Phänomene im Leben der Tiere gibt. Er und seine deutschen Freunde gingen keinesfalls so weit wie Descartes, der in seinem «Discours de la methode» die Tiere als genial konstruierte Mechanismen ansah, die den Zwecken folgen, auf die sie konstruiert erscheinen. — Die Weltbedeutung dieser deutschen objektivistischen Welle war nicht groß. Die meisten Anhänger der Forschungsrichtung wandten sich zur reinen Physiologie zurück, während J. v. Uexküll zu seiner „Umweltlehre“ gelangle, „an interesting objective doctrine of animal behaviour“, die allerdings, denken wir an die „Bedeutungslehre“4), eben der Innerlichkeit auch eine entscheidende Bedeutung zuerkennt, denn Umwelt ist, wie uns scheint, auch subjektive Bedeutungswelt.
Bierens de Haan wendet sich dann den angloamerikanischen Forschern zu, während er auf die Bedeutung der Russen, im besonderen Pawlows, in seiner geschichtlichen Darstellung des „Objektivismus“ nicht eingeht, sie nicht einmal erwähnt. Die ein