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Wer die Lehren Sigmund Freuds kennt und den Formdeutversuch2) praktisch anwendet, stößt ab und zu — öfter als man anzunehmen versucht ist — auf Deutungen der Versuchspersonen, die ihm inhaltlich als Symbole des Unbewußten imponieren. Es handelt sich um illustrierte Wunscherfüllungen im Sinne der Traum- und Symptom-Symbolik, um Darstellungen unbewußter Konflikte oder deren Gegenorganisationen und so weiter, und es ergibt sich die nicht nur zufällige, vielmehr wohldeterminierte Auswahl der Engramme durch die Versuchspersonen bei der Durchführung der Tests. Die Auswertung solcher Symbolinhalte bei der Interpretation erlaubt, in tiefere Zusammenhänge Einblick zu nehmen und „die durchschnittliche Testpsychologie in der Richtung auf ein direktes Subjekterfassen statt einer Eigenschaftsanalyse“3) auszugestalten.
Damit sich der Versuchsleiter, der selbstverständlich die „klassische“ Verrechnung des Befundes nicht vernachlässigt, beim Interpretieren entsprechender Deutungsinhalte nicht allein nur auf die Kenntnis der Traumsymbolik und auf Analogien stützen muß — damit er nicht der Versuchung unterliege, „wilde“ Psychoanalyse zu treiben — tut er wohl daran, bestimmte Sicherungen vorzunehmen. Eine erste besteht darin, daß er nicht nur einen einzigen Test mit der Versuchsperson macht. Er sollte beide, sowohl die Rorschach-, wie auch die Behn-Rorschach-Serie der Tafeln verwenden. Denn es hat sieh gezeigt, daß die Versuchspersonen einer Art inneren Sukzession folgen, und darum trifft man bei der Durchsicht des zweitdurchgeführten Tests regelmäßig auf Bestätigungen oder Ergänzungen, oft auf Differenzierungen dar Befunde, die der erste Test ergab. Manchmal entdeckt man sogenannte „Komplexdeutungen“ (Rorschach) schon im Z-Test.4) Die Durchführung des Versuches mit beiden Testserien ergibt ein vermehrtes Material und läßt deshalb bei der Auswertung sicherer gehen.
Ferner hat sich bewährt, noch andere Erhebungen zu machen. Ist die Übertragung, der „Kontakt“ zwischen Versuchsleiter und V