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Die Beschäftigung mit dem Gebiet der psychochirologischen Arbeit führt uns unmittelbar zu dem Namen Julius Spier und zu seinem im Jahr 1944 in England erschienenen Buch „The Hands of Children“. Es ist die von Spier entwickelte Methode, die uns den mit dem Wesen der modernen Tiefenpsychologie eng verbundenen Weg der chirologischen Psycho-Diagnostik erschlossen hat. Juliub Spier, geboren 1887 in Frankfurt am Main, begann — selbst im Alter von etwa 20 Jahren angeregt von dem Vortrag eines Arztes — seine chirologi-sche Laufbahn als ein Suchender, der sich mit Hilfe der ihm eigenen ungewöhnlichen intuitiven Begabung schrittweise vorwärtstastet. Dabei ist er in der ersten Periode seiner Arbeit noch keineswegs frei von der Schicksalsdeutung der alten Chiromantie, wie sie uns auch in den Werken von d'Arpentigny und Desbarolles noch begegnet. Es wird richtungweisend für ihn das Werk von C. G. Carus, und von ihm übernimmt er die Einteilung der Grundtypen der Hand. Mit einer mehr und mehr zunehmenden Bewertung derjenigen Kennzeichen, die in der Außenhand ersichtlich sind, führt er die von Carus begonnene Linie der Arbeit fort. Aber erst die Begegnung mit der von Freud begründeten Tiefenpsychologie und das persönliche Erlebnis einer Jungschen Analyse bringen die entscheidende Wendung in seine Arbeit. Er findet den Weg zu einer Entwicklung, die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen in bezug auf die Deutungsmöglichkeit der in der Innen- und Außenhand erscheinenden Symptome führt. In den letzten Jahren vor seinem Tode, den er als Emigrant in Holland 1942 erleidet — vom Schicksal gütig bewahrt vor einer gewaltsamen Verschleppung in ein östliches Konzentrationslager, die wenige Tage später erfolgen sollte — findet er Zeit und innere Ruhe für die Konzeption seines Buches, das nach seinem Tode mit einer Einführung von C. G. Jung erscheint. Über die spezielle Beschäftigung mit Kinderhänden hinaus enthält es eine umfassende Darstellung seiner ganzen Methode. Weitere Bände — „Die Hände Erwachs