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Im „Wertbewußtsein im Tun“geht Christian davon aus, daß es im natürlichen Tun ein unmittelbares Gefühl für das „Richtige“ eines Handelns gibt (aufweisbar bei jeder Zielbewegung, bei jedem zwecktätigen motorischen Vollzug handwerklicher oder sportlicher Leistung). Ehe noch irgendwelche Regeln offenkundig werden oder bevor vom Resultat her Auskunft erwartet werden kann, tritt die Tunserfahrung „richtig“ oder „falsch“ „gut“ oder „schlecht“ von Anfang an scharf hervor. Die Intention istauf Grundeiner Wertkomponente bereits Zustimmung oder Ablehnung auf einer Stufe, wo gegenständliche Inhalte noch nicht deutlich zu sein brauchen. Was so im Tun werthaft intendiert und entschieden ist, ist hernach im Resultat objektiv bestimmbar. Alsdann erweist sich, daß eine symmetrische Gleichläufigkeit besteht zwischen der Wertordnung des Tuns und der Ordnung der mechanisch objektivierbaren Exaktheit der Tat. DieseBezugsfähigkeit zwischen dem „esprit de finesse“ und dem „esprit de géometrie“ — oder anders ausgedrückt, zwischen der Kategorie des Ontischen und der Kategorie des Pathischen — wird am Beispiel der Willkürbewegung deutlich gemacht und damit der statische Dualismus der Psychophysik vollständig überwunden.
Bei den durchgefährten Hammerschlagversuchen beim Gesunden in der „Psychophysik der handwerklichen Bewegungen“ (Derwort) fand sich, daß die Leistung nach Raum, Zeit, Kraft analysiert, sich als Darstellung einfacher physikalischer Gesetzlichkeiten zeigte, so daß sich das Geschehen jeweils in einer einfachen mathematischen Gleichung erfassen ließ. Denn die Innervationen erfolgen so, daß eine gleichförmige Beschleunigung des Hammers mit der Funktion einer kubischen Parabel produziert wird. Diese Gesetzmäßigkeit („Idealität“ der Motorik) ist ein Ausdruck für das Bestreben des Handelnden, in die Umweltvorgänge soweit einzugreifen, als sie beherischbar und lenkbar sind. Die Gestaltung des Vorgangs als kontinuierliches Geschehen und nach einem Prinzip der Einfachheit stellt sich dan