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Am Anfang aller psychologischen Beschreibung stehen Begriffe, ohne deren Anwendung nichts Psychisches bezeichnet werden kann. Verfasser unterscheidet zwei Gruppen: die Gruppe der primären Grundbegriffe zielt auf die Seins-Art des Psychischen: bewußt-unbewußt; Akt-Vorgang; Gegenstand-Zustand. Die sekundäre Gruppe umfaßt Begriffe, die das Zueinander des Psychischen beschreiben: Ursache-Sinn; Trieb-Wert; Ich-Person. Alle 12 Grundbegriffe sind polare Typenbegriffe. — Verfasser entwickelt nun zwei Grundgedanken, die ich zur Klärung auseinanderziehe.
Der erste: Diese 12 Grundbegriffe, ohne die wir wie gesagt überhaupt nicht in eine psychologische Beschreibung eintreten können, sind nur auf komplexe Ganzheiten anwendbar, nicht aber auf Einzelnes. Nur auf Makropsychisches, nicht aber auf Mikropsychisches. Es sind Typenperspektiven, unter denen wir größere Komplexe des Psychischen erfolgreich betrachten und bestimmen können, die aber versagen, wenn wir das Einzelne fassen wollen. Sie versagen etwa so, wie die Denkmodelle für das Molekül bei der Beschreibung des Atoms versagen.
Dies ist der eine Grundgedanke. Der andere zielt auf die unterschiedlichen Methoden der psychologischen „Schulen“. Wenn wir nämlich nun von diesen Polaritäten nur den einen Pol akzentuieren und den Gegenpol als Deficiens dieses Poles ansehen, entsteht jeweils eine bestimmte „Richtung“ (Schule) der Psychologie. Beispiele: Die Bewußtseinspsychologie akzentuiert von der Dimension „Bewußt-unbewußt“ den ersten Pol und nimmt das Unbewußte nur als weniger Bewußtes. Die Psychologie des Unbewußten sieht umgekehrt im Bewußten nur die unwesentliche Oberfläche des Unbewußten. — Die Aktpsychologie sieht in den psychischen „Vorgängen“ (in den objektiven „Geschehnissen“) nur Vorstufen oder nur verfälschende Vergegenständlichung