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Katz gehört weder zu den Begründern noch den eigentlichen Schulvertretern der Gestaltpsychologie, er ist vielmehr Schüler von G. E. Müller (einem der letzten hervorragenden Repräsentanten der sogenannten Elementenpsychologie). Allein er hat sich jener weitgehend angenähert, bewahrte sich freilich die Distanz zu ihr und vermochte wohl nicht zuletzt deshalb diese knappe, leicht verständliche, ausgezeichnet orientierende Einführung in die Gestaltpsychologie zu schreiben, von der bereits nach vier Jahren eine neue, vielfach umgearbeitete und um rund dreißig Seiten erweiterte Auflage nötig geworden ist. Daß sich auch die Gestalttheorie als eine besondere Richtung innerhalb der experimentellen Psychologie vorwiegend im Bereich der Wahrnehmungen, sodann in dem der Gedächtnis- und Denkleistungen bewegt, versteht sich von selbst; so nehmen sie denn auch im Katzschen Buche einen breiten Raum ein. Jedoch findet sich im Hinblick auf die Koffkasche Darstellung der Gestaltpsychologie (deren Hälfte von den Wahrnehmungsfragen beansprucht wird) die erstaunliche Feststellung: „Gewiß ist die Wahrnehmung eine wichtige Angelegenheit der wissenschaftlichen Psychologie, aber kaum die wichtigste. Ich wüßte nicht, daß zum Beispiel Freud dem Wahrnehmungsproblem irgendeine nennenswerte Beachtung geschenkt hat. Das ist sicher ein Manko der Psychoanalyse, aber es zeigt doch anderseits, daß man ganz Wesentliches zur Psychologie sagen kann, ohne sich in dem Umfang, wie es in Koffkas Werk geschieht, in der Wahrnehmungspsychologie zu engagieren.“ Es zeugt für den weiten Horizont des Verfassers, wenn er außerdem den Gestalt-„gesetzlichkeiten“ im Körperschema, in der instinktiven Nahrungswahl, im Verstehen fremdseelischen Lebens, im Handeln, in der geistigen Arbeit unter anderem einleuchtende Erörterungen widmet. Zu einer wirklich umfassenden Konzeption ist allerdings auch seine Psychologie noch nicht gediehen, so wenig wie die Lewins; und nur daraus wird die wunderliche Wendung verständlich, daß Mic