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Eine Lebensphilosophie auf psychologisch-philosophischer Grundlage. Der Stil ist populär, aber nicht simplifizierend. Die Probleme werden nicht umgangen. — Grundforderung ist die Verwirklichung der vollen Möglichkeiten jedes Einzelnen (und Einmaligen). Die Erfüllung dieser Forderung ist nur möglich, wenn wir das Ich offen halten, das heißt: wenn wir uns nicht alternativ auf einen bestimmten Lebensweg (eine religiöse, philosophische oder psychologische Heilslehre) festlegen. Denn damit würden wir uns der Verantwortung entziehen, unsern individuellen Weg zu finden, der je nach unserer psychophysischen Konstitution und je nach der Lebenssituation ein besonderer und einmaliger ist.
Verfasser schildert 12 solcher typischen Lebenswege, von denen sich die meisten zu einer Religion oder Lebensphilosophie auskristallisiert haben. Zum Beispiel: das Maßhalten der griechischapollinischen Religionen, das Nach-Innen-Leben des Buddhismus, das Leben für den Nßchsten der christlichen Heilslehre, die kämpferische Haltung, die einer für richtig befundenen Lehre mit Gewalt zum Siege verhilft (Mohamed), die Einstellung auf edlen Genuß (Epicur) und so weiter und so weiter.
Etwa 1000 amerikanischen Studenten wurden diese Lebenswege zur Entscheidung vorgelegt. 10 Wege wurden mit nur 1 Prozent bis höchstens 10 Prozent getestet. Auf die Devise „Nothing in excess“ entfielen 17 Prozent der Stimmen. Aber 40 Prozent, also eine schlagende Majorität, entschied sich für den „Maitreyan-Weg“ (so genannt nach einem indischen Weisen, den die Menschheit erwartet). Dies ist der Weg, der je nach Situation, Lebensalter und Persönlichkeit immer neue eigene Entscheidungen fordert. Er stellt nicht etwa eine „Mischung“ der Religionen dar (was bei ihrer Gegensätzlichkeit unmöglichwäre), sondern verlangt, von allen Heilslehren das der Persönlichkeit Gemäße zu nehmen, ohne sich einer bestimmten zu verschreiben.
Dieser Grundgedanke wird nun in verschiedenen Richtungen ausgebaut. — Drei Strömungen der heutigen Zeit ve