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Die ungeheuren Belastungen des Sicherheitsbedürfnisses des Menschen insbesondere auf deutschem Boden, wenn nicht beseitigen, so doch bestehen zu helfen, ist das Anliegen dieses kurzen Abrisses der Aufgaben einer praktischen Psychologie, der das Leben selbst die Probleme stellt. Der Verfasser eröffnet ein neues Aufgabengebiet: die psychologische Zeit-Diagnostik. Die Kürze der Darstellung breitester Tatbestünde erlaubt zwar nur eine begrenzte Tiefenschärfung. Es werden aber die kollektivpsychologischen Folgen der Erschütterungen der menschlichen Dignität von 1918, 1933 und 1945, insbesondere für die Jugend, deutlich. Die Anpassungsstörungen (Begabungsneurosen!) zeigensich in Leistungsschwund und herabgesetzter Leistungsbereitschaft eines weit über seine Kapazität hinaus beanspruchten, „ängstlichen, diskontinuierlichen und automatisierten Menschenwesens“, das zwar „keine Zeit hat“, aber, ohne es zu merken, um so mehr Zeit einbüßt (Antriebslähmung), dessen Denken atrophisch wird („Verregelung“) und dessen Affekte den Abwehrmechanismen unterliegen (Gefühlslähmung).
Als Therapie der nur scheinbaren psychischen Degeneration empfiehlt der Verfasser eine tiefergehende Eignungsdiagnostik für die arbeits- und betriebspsychologische Bewältigung des „Beanlagungs“-Problems (bloßes Testen genügt nicht!), um theoretische und praktische Intelligenz instand zu setzen, frei von falscher Traditionsbindung und Lebensangst neue Ziele zu sehen und anzugehen und zugleich zur contemplatio zu finden, welche als Ruhe in Gott christliches Gut ist.