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In diesem Buche gibt der Verfasser in klarer, anregender Darstellung und lebendiger Sprache eine Übersicht über die Tatsachen, die uns vom Zusammenhang des Gehirngeschehens mit dem geistigen Leben bekannt sind. Das ist freilich im Verhältnis zu dem Umfang des ungeklärten Bereichs sehr wenig, und auch der Verfasser kann uns darüber nichts Neues, Tatsächliches mitteilen. Das ist auch nicht seine Absicht; vielmehr liegt ihm daran, darzulegen, wie man sich von diesem Zusammenhang eine Vorstellung machen kann. Das Aufbauprinzip seiner Theorie ist die Annahme, „daß die Ganglienzellen verschiedene, teils angeborene, teils durch Umweltreize modifizierte Strukturen besitzen und daher verschiedenartige Erregungen produzieren. Die strukturbedingte Eigenart und „Spezifität“ dieser Erregungen führt dazu, daß sie sich nur mit ganz bestimmten anderen Erregungen zu spezifischen Konstellationen verbinden; und dieser Umstand ist die Grundlage der Ordnung im nervösen Geschehen. Daß die einzelne Erregung durch ihre Beteiligung an solchen Konstellationen, an denen sehr viele spezifische Erregungen mitwirken, eine Modifikation erfährt und daß diese Veränderung auf die Struktur der Zellen zurückwirkt, ist eine Annahme, die in Analogie zu bekannten elektrischen Erscheinungen steht“ (Seite 136). Diese Auffassung führt der Verfasser im einzelnen in ansprechender und geistreicher Weise durch. Wie ein roter Faden zieht sich durch die gesamte Darstellung die immer von neuem betonte Feststellung, die Vorgänge im Gehirn seien die Ursache der geistigen Erscheinungen, ja sogar (zum Beispiel) das geniale Schaffen ist Hirngeschehen. Demgegenüber muß doch betont werden: die „Zuordnungldquo; der geistigen Erscheinungen zu bestimmten biologischen Abläufen steht zwar außer Frage, aber der Geist (oder was man zum Zwecke der Verständigung so nennen will) tritt mit neuen, spezifischen kategorialen Ordnungen auf den Plan, die geistigen Erscheinungen liegen auf einer anderen Seinsebene, der eines mit der Folg