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Der Monographie liegt die Bemühung zugrunde, aus der Vielfalt von Anfallsformen, die zwischen den eindeutigen Polen, dem epileptischen am einen und dem hysterischen am anderen Ende, in Erscheinung treten, die synkopalen als eigenständige nosologische Einheit hervorzuheben. Ausgehend von einer zunächst exklusiv und eindrucksmäßig arbeitenden Diagnostik meint Schulte damit Anfallszustände von rezidivierendem, ohnmachtartigen Charakter, die von vegetativen Symptomen, wie Röte oder Blässe, Schweißausbruch, Erbrechen begleitet oder gefolgt werden, wobei motorische Entäußerungen zurücktreten. Das Fehlen tendenziös-theatralischer Akzente, sowie elementarer Erscheinungen trennen sie von solchen aus dem hysterischen oder epileptischen Formenkreis. „Symptomatischeldquo; Formen bei Hypertonien, Kreislaufdekompensationen, Hungerschäden, Anämien werden ausgeschlossen. Eine gemeinsame Grundstörung ist noch nicht nachzuweisen, wenngleich es Schulte wahrscheinlich ist, daß die andeutungsweise zu findenden vasomotorischen, vegetativen oder endokrinen Anomalien auf zentrale Regulationsstörungen zu beziehen sind. Die Unterteilung in fünf Sonderformen gefährdet zwar die Idee einer Krankheitseinheit, erscheint aber klinisch fruchtbar, da sie versucht, über den sehr summarischen Gesamteindruck einer „leibseelischen Unausgereiftheitldquo; zu einzelnen, markanteren „psychophysischen Symptomverbänden“ zu gelangen.
An den pathogenetisch definierten Sonderformen sieht Schulte mit konstitutionstypologischen Mitteln folgende Merkmale: Bei der synkopalen Schmerz-oder Schreckreaktion eine besonders innige Koppelung der meist lebhaften Affektivität mit der Steuerung des vegetativen Apparats. Die synkopalen Erschöpfungsreaktion befällt meist dysplastisch -athletische Menschen mit Merkmalen spastisch-vegetativer Übererregbarkeit. Seelisch seien sie durch schwunglosen Ernst, freundliche Passivität, Mangel an Initiative gezeichnet. Bei der herzbetonten Form treffe man auf dysplastisch-leptosome nicht s