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Eine lediglich referierende Darstellung der Symptomatik und Zusammenstellung der Interpretationen von medizinischer und theologischer Seite. Im Streit der Antithese Psychogenie—Theogenie bleibt die naturwissenschaftlich-medizi-nische bei der Etikettierung „Hysterie“ stehen, während die Theologie die magische Interpretation als „Wunder“ aufgegeben hat und die psychogene Entstehung bereits zum mindesten als Voraussetzung für die charismatische Einwirkung gelten läßt. Die fast krampfhaften Versuche, den letzteren Faktor zu retten, wirken wie Rückzugsgefechte.— Eine psychologische Betrachtungsweise wird nicht versucht. Es fehlt daher ein befriedigender Schlußteil, etwa in Form einer psychologischen Diagnose dessen, was die Stigmatisation meines Erachtens wirklich ist: Agieren einer Rolle statt echten gelebten Seins, also eine Form der Ausweichung von wirklicher und verwirklichter Religiosität.