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Einer meiner Schüler, der 14jährige Martin Schafroth, gibt mir eines Tages eine freiwillig niedergeschriebene Arbeit ab. Sie trägt die Überschrift ‚Ich als Detektiv an der Arbeit‘, und sie lautet:
„Gestern, als ich in die Stadt kam, sah ich, daß vor einem Uhrengeschäft viele Leute versammelt waren, und ich hörte sie durcheinanderschreien: ‚Hilfe! Polizei! Ein Raub!‘
Sofort eilte ich hinzu — und was sah ich da? Ein Mann lag im Laden blutend am Boden, und zwei andere stopften Uhren, Ringe, Anhänger, Kettchen und alles, was Wert hat, in ihre Taschen.
Die Leute wagten nicht, hineinzugehen und dem verwundeten Ladenbesitzer Hilfe zu bringen, denn die zwei Gangster drohten ihnen mit Pistolen. Jetzt zog ich meinen Revolver hervor und rannte entschlossen ins Geschäft. Kaum sahen sie mich, schossen sie. Aber ich hatte damit gerechnet, und schon war ich hinter dem nächsten Balkenpfeiler verschwunden. Sie wagten nicht, mir nachzukommen, denn ich streckte drohend meinen Waffenlauf hervor. Plötzlich schossen die beiden ganz schnell gegen mein Versteck. Rasch zog ich meinen Arm zurück — und sie glaubten wahrscheinlich, sie hätten mich getroffen. Denn nun schlichen sie langsam gegen den Balken, hinter dem ich ruhig wartete. Jetzt wäre es mir ein Leichtes gewesen, sie herunterzuknallen, denn die Kerle hatten die Magazine ihrer Pistolen ausgeschossen, sonst hätten sie sie nicht sinken lassen. Darum sprang ich wieder hervor und schrie: Hände hoch!' Aber sie gaben die Sache nicht auf. Sie kehrten sich wie der Blitz um, und schon waren sie zur Hintertür hinaus verschwunden.
Einem Polizisten, der jetzt hereintrat, gab ich den Auftrag, den Verwundeten ins Spital zu bringen und das Geschäft zu schließen. Dann jagte auch ich zur Hintertür hinaus in die Amthausgasse, aber ich sah die Räuber nirgends mehr.
Ich vermutete, daß sie auf den Bahnhof gegangen waren, um mit dem nächstbesten Zug zu fliehen und ihr geraubtes Gut in Sicherheit zu bringen. Darum rannte ich