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Wie so oft, kommt die Bibel mit ihrer Schilderung des menschlichen Schicksals der Wahrheit nahe. Es wird uns dort gesagt, daß die Frau ihre Kinder unter Schmerzen gebären muß; meines Wissens ist von einer Entschädigung für diese Schmerzen in der Bibel nicht die Rede.
In der heutigen Gesellschaft ist es, wie jeder weiß, höchst unerwünscht, ein Kind zu bekommen. Es ist die Tragödie unserer Zeit, daß, wie gelegentlich bemerkt worden ist, ein neues Auto dem Menschen mehr Ansehen einträgt als ein neues Kind.
Viele Frauen arbeiten außerhalb des Hauses, daher beeinträchtigt die Schwangerschaft zeitweise ihren Verdienst. Die werdende Mutter sieht den körperlichen Beschwerden von Schwangerschaft und Geburt, allen schmerzstillenden und narkotischen Mitteln zum Trotz, selten mit Gleichmut entgegen. Manche Frauen fürchten, durch Kinder ihre mädchenhafte Figur zu verlieren und dadurch der durchgängigen amerikanischen Forderung nach ewiger Jugend nicht mehr genügen zu können.
Vielfach wollen Männer wie Frauen deshalb ungern Eltern werden, weil sie dann ihre eingefahrenen neurotischen Rollen, Rückstände aus einstigen Erlebnissen im Nest, aufgeben müssen und nicht mehr Kind spielen können.
Welche Gründe aber auch immer vorliegen mögen, allgemeine oder höchst persönliche, Schwangerschaft ist in unserem Gemeinschaftsleben durchweg unerwünscht. Diese allgemeine Abneigung gegen das Kinderkriegen ist natürlich hinter allen möglichen neurotischen Mechanismen: Rationalisierung, Verschiebung, Leugnung und so weiter, versteckt und verhüllt.
Eine weitere Ursache für die Ablehnung der Weiblichkeit und das Streben nach Männlichkeit bei der amerikanischen Frau mag darin liegen, daß sowohl der Mann wie die Frau bewußt oder unbewußt die Schwangerschaft für eine Unbill halten, die der Frau vom Mann zugefügt wird. Da aber nun einmal die wirkliche Arbeit und Mühe des Kinderkriegens biologisch der Frau zufällt, ist dieses Gefühl nur eine gewisse Erweiterung der Vorstellung von der Unerwünschtheit jeder Sc