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Besteht eine unmittelbare Gefahr, daß die Menschheit sich selbst ausrottet? Gibt es etwas wie einen verborgenen Wunsch nach dem Untergang der Welt? Bei den Ameisen in der Insektenwelt kennen wir derartige Massenreaktionen. Wenn sie von einer großen Gefahr überwältigt werden, unterwerfen sie sich ihrem Schicksal. Diese selbe Insektenreaktion kann auch beim Menschen auftreten. Wenn die Last der Angst übermächtig wird, überläßt sich der Mensch der gefürchteten Gefahr. Wir kennen diese Form der Apathie und Massenlähmung in Kriegen und Hungersnöten sehr wohl. Wir alle haben von derartigen fatalistischen und selbstmörderischen Reaktionen gehört, die während emotionsbetonter Massenpaniken auftraten. Beispiele wurden 1917 von der Front in Flandern berichtet, 1918 aus Caporetto, wo riesige Armeen sich in chaotischer Panik der Angst und dem Untergang überließen. Und von den Schlachtfeldern des zweiten Weltkrieges kommen zahlreiche Nachrichten von Massenselbstmorden. Ein Bericht von der Einnahme von Saipan1) schildert einen japanischen Offizier, der die Köpfe seiner knieenden Mannschaft mit seinem Samuraischwert abschlägt; Horden von Soldaten und Zivilisten, die von den Felsen springen oder ins Meer hinauswandern. Von anderen wird behauptet, sie haben sich selbst mit Granaten in die Luft gesprengt, nachdem sie zuerst Ringspiele mit ihnen getrieben hätten. Wir neigen wohl dazu, solches Massenharakiri mit der Erklärung beiseitezuschieben, daß es sich hier um speziell japanische Riten handle. Doch existiert die gleiche Tendenz, wenn auch in verhüllterer Form, wo immer Massen von Menschen auftreten.