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Als ich aufgefordert wurde, über das Cassel Hospital für die „Psyche“ zu schreiben, wußte ich nicht, ob solch ein Artikel gerechtfertigt sei — as handelt sich um ein Neurosenspital von 104 Betten, das seit seiner Gründung im Jahre 1921 viele Veränderungen erfahren hat und seit Kriegsbeginn neuen Situationen gegenübersteht und sich deshalb noch immer in vieler Beziehung im Entwicklungs- und Übergangsstadium befindet. Aber vielleicht ist gerade unser stetes Suchen nach neuen besseren Wegen und unsere Versuche, eine befriedigende Lösung für das Problem der Spitalsbehandlung schwerer Neurosen zu finden, für andere von Interesse.
Das Cassel Hospital verdankt seine Gründung und seinen Namen einem wohltätigen und weitsichtigen Privatmann, Sir Ernest Cassel, der im Jahre 1921 eine bedeutende Stiftung für die Errichtung eines Neurosenspitals zur Verfügung stellte. Das Interesse für Neurosen war durch den ersten Weltkrieg angeregt worden und das Cassel Hospital war das erste und für viele Jahre das einzige Spital in Großbritannien, das ausschließlich der Behandlung schwerer Neurosen und der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiete gewidmet war.
Das Spital hatte ursprünglich nur 54 Betten und befand sich in sehr schöner ländlicher Umgebung; die Bettenzahl wurde später auf 65 erhöht, da die Nachfrage beständig anwuchs. Im Jahre 1940 wurde das Spital evakuiert und war während des Krieges und für einige Zeit nach Kriegsende in einem kleinen Hotel am Lande untergebracht, wo infolge Platzmangel nur 30 Patienten Aufnahme finden konnten. Die Rückkehr zum alten Haus war aus mehrfachen Gründen nicht erwünscht; eine wichtige Erwägung war die isolierte Lage, welche wegen Mangels industrieller Unternehmungen in der Nähe die Rehabilitierung erschwerte und gleichzeitig die „Flucht vom Leben“ erleichterte. Darum wurde die gegenwärtige Lage des Spitals gewählt — ungefähr 12 Kilometer vom Zentrum Londons entfernt, was schnelle Verbindung und Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Z