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Mit diesem Werke hat uns der bekannte Psychotherapeut auf Grund reichster Erfahrung ein lebendiges und anregendes Lehrbuch der gesamten Psychotherapie beschert. Dabei ist die Darstellung bei der oft notwendigen Ausführlichkeit doch knapp und konzentriert. Nach kurzen Ausführungen über die Definition der Psychotherapie und ihre Geschichte sowie über Begriff und Wesen der Neurose und die Notwendigkeit einer genauen Diagnose schildert der Verfasser eingehend die psychotherapeutischen Arbeitsweisen, wobei er mit Recht dem „tragenden Kontakt” zwischen Arzt und Patienten, entsprechend seiner Wichtigkeit, eine eingehende Darstellung widmet. In didaktisch vorzüglicher Weise behandelt er die „zudeckenden” Verfahren (Suggestion und Hypnose) und die übenden Verfahren, insbesondere das autogene Training von J. H. Schultz. Der eigentliche Kern des Werkes ist aber die Darstellung der „aufdeckenden Verfahren”, also des Gebietes der Tiefenpsychologie. Hierbei geht der Verfasser ebenso gründlich wie kritisch zu Werke und zeigt die grundlegende Bedeutung insbesondere der Lehren Freuds und Jungs. Glückliche, zuweilen etwas burschikose Formulierungen beleben die Darstellung (“Für den erfahrenen ärztlichen Psychotherapeuten ist der Umgang mit dem Unbewußten nicht sensationeller als für den Bäcker der Umgang mit seinen Semmeln.”) Verdienstlich ist neben der eingehenden Behandlung der Psychoanalyse auch die Würdigung Wilhelm Stekels, dessen „verwilderte” und einseitige Traumdeutungen zwar mit größter Kritik aufzunehmen sind, der aber mit genialer Intuition oft das Richtige traf und sich durch die Einführung der aktiven Analyse und die dadurch ermöglichte Abkürzung der Behandlung sicher ein großes Verdienst erworben hat. Sehr ausführlich befaßt sich der Verfasser auch mit der „Psychosynthese” Bjerres. Referent muß gestehen, daß ihm die Bjerreschen Gedankengänge auch in der klaren Darstellung des Verfassers nicht als zwingend eingeleuchtet haben, viel eher schon die Ausführungen über das „G