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Der jüngst in USA. verstorbene, sehr gelehrte Verfasser, ehemaliger Ordinarius für Psychologie an der Bolyai Universität, Klausenburg, später Gastdozent an der Universität Chicago und an verschiedenen anderen amerikanischen Hochschulen, erledigt mit viel Umsicht, Kenntnisreichtum und scharfsinniger Analyse in den ersten acht Kapiteln dieses Werkes die Aufgabe, die er sich mit dem Untertitel gestellt hat, um in den beiden folgenden und letzten in knappen, größtenteils aus der vorausgegangenen geschichtlichen Analyse abgeleiteten Sätzen seine eigene Ansicht über das darzulegen, was den Haupttitel ausmacht. Es sind nicht die Lehren der verschiedenen Psychologen, die den Verfasser hier beschäftigen, sondern die Fragen, als deren Lösungsversuche die Lehren galten, die Fragen, die sich die Psychologie, ob als Teildisziplin der Philosophie, ob als Sondergebiet der Physiologie, ob als selbständige Wissenschaft je und je gestellt hat. Sie werden hier in einer klar gegliederten Schau aufgerollt, welche von den Griechen bis zu den Gestalttheoretikern reicht und mit bemerkenswerter Prägnanz den Ausgangs- und Standpunkt des jeweiligen psychologischen Denkers bestimmt, ordnet und kritisiert. Die stets geübte Beschränkung aufs Wesentliche und die abstrakte Formulierung stellen keine geringen Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Lesers, wie auch die zahlreichen Anspielungen auf Autoren und Werke an seine Kenntnisse, entschädigen ihn aber für seine Mühe durch die, gerade mittels solcher Gedrängtheit gewonnene Uebersichtlichkeit der Gesamtschau. Daß sie, was die abendländische Psychologie betrifft, wirklich eine solche; bietet, zählt nicht zu den geringsten Vorzügen des Werks. Es dürften wenige Bücher vorliegen, in denen so wie in diesem die kontinental-europäische und die anglo-sächsische, besonders die amerikanische Literatur und Psychologiegeschichte mit gleicher Detailkenntnis, in jeweils gebührendem Umfang und in geschichtsgetreuer Perspektive behandelt werden. So finden nebe