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Der griechischen Sprache fehlt das Wort für das, was wir als „Langeweile” bezeichnen; der erste, den gemeinten Tatbestand ungefähr intendierende Begriff ist der der „acedia” bei Johannes Cassianus (5. Jahrhundert). Mit seiner Darstellung beginnt daher Revers seinen, den ersten Teil der vorliegenden Studie ausmachenden Exkurs über die Langeweile im abendländischen Schrifttum, der noch die acedia bei Thomas v. Aquin und Petrarca berücksichtigt, sich dann der Rolle der Langeweile in der „Wertherkrankheit” und im französischen und englischen Exotismus zuwendet, um schließlich ihre Funktion in der „Existenzphilosophie” — Pascal, Kierkegaard, Schopenhauer, Heidegger, Jaspers, Bollnow — zu skizzieren. Der zweite Teil ist einerseits der psychologischen Wesensbestimmung, andererseits der kulturpsychologischen Problematik der Langeweile gewidmet. Um jene zu gewinnen, geht Revers (methodisch nicht ganz einwandfrei) von einer Verhaltensanalyse einer spielenden Katze und eines spielenden Kindes aus. Er findet, daß die „Trieblage, die sowohl bei der Katze wie beim Kinde zum Spielen treibt, und die nur beim Kinde und nicht bei der Katze zur Langeweile führen kann” — später heißt es allerdings, das Tier könne „theoretisch” wohl Langeweile erleben, aber nicht an ihr leiden — „die im Bereich des Lebens fundierte Bedingung der Langeweile” sei, deren sogenannte „biosphärische Komponente”. Das Wesen der Langeweile wird als das Erleben einer