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Der Verfasser verspricht im Vorwort, „teilweise auf bisher unbetretener Bahn
den verborgenen Wahrheiten der Seele nachzugehen und das Geheimnisvolle an ihr aufzuzeigen”, und er schließt mit dem Wunsch, daß „vorliegende Schrift zur Verbreitung der Freude an der Seele des Menschen” beitragen möge.
Nach Art eines Katechismus, in Form von Frage und Antwort, werden auf wenigen Seiten Probleme angeschnitten und beantwortet, deren Umfang durch einige Überschriften angedeutet sei: „Was ist Leben?”, „Was ist Wollen?”, „Woher kommen meine Gedanken?”, „Was für ein Sein ist das Ich?”, „Was ist Geist?”
Zur Beantwortung dieser Fragen verzichtet der Verfasser auf das „exakte Experiment”. „Die Anschaffung der Materialien ist unnötig, da der Psychologe seine psychische Welt und damit sein eigenes Laboratorium mitsamt den Materialien stets in sich trägt.” Der psychologische Versuch sei vielmehr ein „Jedermannsversuch”. „Das Jedermannsexperiment ist die aus dem Wesen des Seelischen sich ergebende Versuchsart, von deren Entwicklung die Psychologie die großen Erfolge zuerwarten hat.” — Durch die Annahme von drei „Grundformen” versucht Verfasser zu einer „zusammenfassenden Schau der Menschenseele und damit zur Verwirklichung eines Ideals der Psychologie” zukommen: der Grundform des Lichtes, der Grundform der Kraft und der Grundform des Grundes. — Der Grundform des Lichtes entspricht das „Denken und Wahrnehmen”. „In der Grundform des Lichtes enthüllt die Seele den Gegenstand.” In der Grundform der Kraft „wird die Seele von dem Gegenstande berührt und reagiert auf ihn”. „Das erste Merkmal der Grundform der Kraft ist die Stellungnahme. Die Stellungnahme der Seele ist Wirkung, das ist Kraft. Die Kraft aber ist entweder Einwirkung oder Auswirkung und gehört somit der Grundform des Atems an. Die Stellungnahme ist somit Einhauch und Aushauch.” „Die Seele ist einem Schiff oder Wagen vergleichbar. Die Grundform der Kraft ist die Kraft, die den Wagen treibt; die Grundform des Lichtes ist das Licht,