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Es handelt sich um ein Buch, das vorwiegend auf organischen und neurologischen Gesichtspunkten aufbaut, während die eigentliche Psychopathologie eher in den Hintergrund tritt, wenigstens in der Form, in der sie sich unter dem Einfluß der Schulen von Bleuler, Jaspers und der tiefenpsychologischen Forschung entwickelt hat.
Der Zweck des Buches besteht darin, dem praktischen Arztein Grenzgebiet zugänglich zu machen, in das sich Neurologe, Kinderarzt und Pädagoge teilen. Dabei treten die eigentlichen pädagogischen Erwägungen etwas zurück.
Testmethoden werden nicht in Einzelheiten angegeben. Der Binet-Simon-Bobertag wird kurz erwähnt, ebenso der Entwicklungstest von Bühler-Hetzer.
V. Stockert ist der Meinung, daß Kinder sich am besten selber in der Gemeinschaft testen, da die Kinder eines Intelligenzalters „sich merkwürdig gut zusammenfinden”. Wir können diese Erfahrung nicht bestätigen. Die Gemeinschaftsbildung erfolgt eher auf affektiver als auf intellektueller Grundlage. Die Unzulänglichkeit der Testverfahren sind jedem Praktiker bekannt. Wir glauben aber nicht, daß wir auf sie verzichten können, solange wir nichts besseres besitzen. Projektionsteste werden überhaupt nicht erwähnt, mit Ausnahme des Rorschachs. Jedoch wird auch hier nichts über die ausgedehnten Untersuchungen mit dem Rorschachsehen Formdeutversuch bei Kindern (Dvoretzki, Löpfe, Loosli-Usteri, Zulliger und andere) erwähnt, sondern nur eine Untersuchung von Stauder über das Klebenbleiben beim kindlichen genuinen Epileptiker. Es fehlen auch die heilpädagogischen Erfahrungen an asozialen Jugendlichen, die vor allem in Österreich, Rußland und England in