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Eine eindrucksvolle Zusammenstellung kritischer Forschungsergebnisse und damit ein nützliches Buch, um die unkritische Übersteigerung der vermeintlichen „Klarheit” und Einfachheit abzuwehren, die immer wieder die Arbeit auf dem Gebiet der Rassen- und Konstitutionsforschung suspekt macht. Es wendet sich
vor allem gegen die Massivität und Starre des Rassetyps wie des Konstitutionstyps.
Hinsichtlich der Rasse: Jede Gleichsetzung mit dem Idioplasma ist falsch. Rassenmerkmale sind im Idioplasma begründet, aber erstens nicht nur in ihm (viele andere Faktoren wirken mit an dem Zustandekommen der Rassetypen), zweitens enthält das Idioplasma viel mehr als nur die Anlagen zu den morphologischen Merkmalen, die die Rasse kennzeichnen; drittens entsteht das einheitliche Bild der Rassen durch hochkomplizierte Verbindung mannigfaltiger Erbbestandteile, die (dem Mendelschen Unabhängigkeitsgesetz folgend) nur zum Teil erkannt und auch vielleicht nur zum Teil erkennbar sind.
Hinsichtlich der Konstitution und ihrer Beziehung zur Rasse: Die Versuche, Rasse und Konstitution gleichzusetzen (zum Beispiel nordisch gleich leptosom) werden von vielen Forschern mit guten Gründen radikal abgelehnt. Unter allen europäischen Rassen finden sich alle Konstitutionstypen. Wichtige Rassemerkmale (Augen- und Haarfarbe, Kopfindex) zeigen keine überzeugenden Korrelationen zu bestimmten Konstitutionstypen. — Aber auch die Einheit der Konstitutionstypen ist weitgehend erschüttert. „Der ganze Bau wankt.” (Mayer-Groß, Kolle.) Die Statistiken weichen in höchst unbefriedigender Weise voneinander ab. Weißenfeld (Kretschmer-Schüler) findet etwa 68 Prozent pyknische Typen unter Zirkulären, Henckels nur etwa 33 Prozent. Eine wesenhafte Beziehung zwischen seelischem Typ und Körperbau wird aber schon durch eine kleine Anzahl von nicht stimmenden Fällen aufgehoben. (Jaspers.) Weswegen zum Beispiel Bumke nur statistische Korrelationen, aber überhaupt keine wesenhafte Beziehung zugibt. — Ein großer Übelstand liegt in d