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Während die englische Übersetzung bereits vor 11 Jahren erschien, liegt die deutsche Originalfassung dieses Buches erst jetzt vor. Sein Titel ist etwas schief, denn die tierpsychologischen Partien beanspruchen den größten Teil; erst der
letzte — schwächste, allzusehr an der Oberfläche bleibende — Abschnitt konfrontiert Mensch und Tier. Davon abgesehen bestechen aber die Darlegungen des Autors durch Klarheit und Fülle der mitgeteilten Fakten, und auch für die Berücksichtigung der angloamerikanischen Literatur wird man dankbar sein. Katz leitet seine Erörterungen mit einer Diskussion der sogenannten rechnenden Pferde ein, um daran die „klassischen Irrtümer” der modernen und den Unterschied zwischen dogmatischer und kritischer Tierpsychologie zu illustrieren. Sodann klärt er deren Stellung zu den andern Disziplinen (Zoologie, Menschenpsychologie, Medizin und anderes) und ihre Methodik. Im Kapitel über die Wahrnehmungen der Tiere greift er die Fragen der Relationserfassung, der Sehkonstanz, der Sinnesmodalitäten und -qualitäten, der intermodalen Qualitäten, der teilinhaltlichen Beachtung unter anderem heraus, also solche, die dem Experiment zugänglich sind. Die „Vorstufen des Zählens” werden besonders instruktiv behandelt. Im Abschnitt „Tier und Raum” ist die Diskussion des Heimfindevermögens bei Vögeln und Hundenausgezeichnet; Technik der Raumbeherrschung, personaler Raum, akustische Raumorientierung, binokulares Sehen bei Affen sind weitere Themen. „Bedürfnisse, Triebe und Instinkte” und „Zur Sozialpsychologie der Tiere” sind Lehrstücke, die den Verfasser und seine Schüler seit Jahren beschäftigt haben und deshalb eine besonders liebevolle Behandlung erfahren. Katz referiert hier die experimentellen Untersuchungen über das Stärkeverhältnis verschiedener Triebe (Hunger, Sexualität, Bemutterungstrieb) bei Ratten und Hühnern, und entwickelt seine eigene Aviditätstheorie des Hungers und Appetits; sodann lernt man manches von den Formen der Gesellschaftung, den Kommunikat