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In der vorliegenden Schrift geht es nicht um die Vermittlung neuer physikalischer Forschungsergebnisse, es wird vielmehr der dankenswerte Versuch unternommen, in die große wissenschaftstheoretische Verwirrung, die eben diese Ergebnisse heraufbeschworen haben, philosophische Klärung zu bringen. Ein kühner Versuch angesichts der gewaltigen Umwälzungen im physikalischen Weltbild, auf die wir als Zeitgenossen blicken. Stehen wir doch durch Relativitätstheorie und Quantenphysik an einer umstürzenden Wende, die der kopernikanischen an Bedeutung nichts nachgibt. Der traditionelle Begriffsapparat der exakten Naturwissenschaften, wie er sich seit Galilei und Newton ausgebildet hat, reicht nicht mehr aus, um unser neues Wissen um die Natur zu fassen… ein Tatbestand, der hier ehrliche Ratlosigkeit, dort wildes metaphysisches Spekulieren heraufbeschworen hat. Hedwig Conrad-Martius vertritt den Standpunkt, daß nur durch eine grundsätzlich neue seinstheoretische Konzeption — und sie entwickelt eine solche — Rat zu schaffen ist. Mit sicherer Hand löst sie unsere