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Die nachstehend zum ersten Male veröffentlichte graphologische Analyse wurde mir von Lucy Weizsäcker vor über 20 Jahren vorgelegt. Ich habe sie Sigmund Freud mit einem Briefe angesagt, in welchem ich als meine Ansicht aussprach, daß eine Publikation ohne seine (Freuds) Zustimmung nicht möglich, im besonderen aber in der von Alfred Adler herausgegebenen Zeitschrift für Individual-psychologie nicht tunlich sei. Darauf bezieht sich eine Bemerkung in dem nachfolgend abgedruckten Briefe Freuds. Diesem Briefe war jedoch ein erster vorangegangen, der leider verloren ist. Er war geschrieben, bevor Freud die Analyse seiner Schrift gelesen hatte; er enthielt die Bitte, mit einer Publikation auf alle Fälle zu warten, bis er „unpersönlich“ geworden sei. Freud erging sich darin ferner in Zweifeln über den Wert der Graphologie, aber auch der Physiognomik. Er sagte, seine Handschrift habe sich im Laufe seines Lebens so sehr verändert, daß man nicht erkennen würde, daß sie von derselben Person stamme; ferner daß man auch an seinem „G'schau, wie man in Wien sagt“, nichts Besonderes erkennen könne. Seine witzigen Bemerkungen erinnerten mich an einen Brief Goethes über Lavater, worin er etwa sagt: „Seitdem ich keine physiognomische Prätention mehr habe, ist mein Sinn gar zart und lieblich geworden, und ich weiß so ziemlich auf den ersten Blick, mit wem ich es zu tun habe!“