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Die Entfaltung dieser Äußerung überwuchert die Schreibseite. Die Gliederung tritt sehr zurück; man könnte von einer überschwemmenden Expansion sprechen, wenn nicht der Linksrand (als Ausdruck des Qualitativgefühls) manchmal auch der Rechtsrand (die direkte Umwelt berührend) dann um den Preis des Zusammendrängens und Abbiegens doch eingehalten wären. Vom verfitzten Gestrüpp der Zeilen hebt sich die Luft um die Unterschrift wohltätig ab. (Das gilt auch für Freuds Maschinenschrift. Ein so von ihm geschriebener oder auch nur diktierter Brief hat denselben freien Raum um sich, wie der vorliegende handgeschriebene Brief auch.)
Das Gestrüpp der Zeilen, deren Striche sich doch nicht allzuhäufig überschneiden, spricht von einer heftigen Anteilnahme am Konkreten, an der Einzelheit, am vorliegenden Fall.
Die große durch die deutsche Schulvorlage von damals (i:f =1:7) begünstigte Längenunterschiedlichkeit zeigt den großen Interessenumfang des Schreibers und die Abhängigkeit von der damaligen Bildungskonvention, welche solches nahelegte. Das Gegenteil wäre etwa die minutiöse Kleineinstellung des Nurfachmannes.
Sehr erfüllt von der eigenen Sache, dabei aber geleitet von einem guten Sprachgefühl (Abstände zwischen den Wörtern auf der Zeile), angetrieben von einer gewaltigen Intentionalität (Häufigkeit und Länge der Aufstriche), sucht der Schreiber, soweit er der Gefahr inne wird, die Überschneidungen zwischen Unterlängen der oberen und Oberlängen der unteren Zeilen doch zu vermeiden, wenigstens führt er sie fast instinktiv aneinander vorbei. Die Unterlängen sind dabei so groß, daß ihnen nicht immer auszuweichen ist.
Das Unbewußte fordert seine Rechte und läßt sich nicht unterdrücken. Selten einmal wird verdrängt, so etwa in den Deckformen von f (freue)! Man beachte demgegenüber das Wörtchen „alle“, das sich unter dem schützenden Dach des langen Anstrichs von „Herrlich“ birgt, und dessen zweites l die Unterlänge vom deutschen H berührt, ohne sie zu überschneiden.