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Tausende von Jahrhunderten werden dahingehen, ehe Umstände, wie sie auf mich Geltung bekamen, für einen anderen wiedereintreten.
Die Ausdrücke „Schrittmacherphänomene“ und „vollendete Rollen“ sind übernommen aus einer Arbeit von Rudolf Bilz,1) die sich mit dem Angebahntwerden vitaler Rollen befaßt und insbesondere eine sehr instruktive Analyse der Bedeutung von „Leerfunktionen“ als Schrittmacherinnen vollendeter Rollen enthält. Wir geben zunächst ganz kurz — von allem Inhaltlichen absehend — den Zusammenhang der wichtigsten leitenden Begriffe der genannten Untersuchung an. Dabei legen wir den Hauptwert auf die Problematik der „Temporalität“ der von Bilz analysierten emotionalen Abläufe; denn das Schrittmachen, das Anbahnen ist eine Kategorie, die offenbar nur da anzuwenden ist, wo man in irgendeinem Sinne von Zeitlichkeit sprechen kann, beziehungsweise wo in der Zeit verlaufende und sich durch eine bestimmte Zeitgestalt auszeichnende Geschehenszusammenhänge vorliegen.
Eine vitale vollendete Rolle ist nach Bilz eine „Erlebenseinheit“, der ein bestimmtes „Gefühlsgefälle“, eine bestimmte „Zeitgestalt“ zukommt. Eine Rolle setzt ein „Textbuch“ (Bilz) voraus: hier zeigt sich ein „Apriorismus“, ein Instinkthaftes (wie man es — freilich vereinfachend — formulieren kann). Dieser Apriorismus bringt sich in einer schrittmachenden „Leerfunktion“ zur Geltung: „Die Leerfunktion bahnt den Vorgang der Nahrungsaufnahme, indem sie ihn antizipiert“ (243). Bilz spricht hier von einer „Vorsprungbewegung“, von einem „Schon mitten im Noch“: „Die Zukunft greift hinein in die Gegenwart und reißt es (sc. das Leben) voran“ — „die Zukunft lebt uns“. Das sind — wie hier kritisch angemerkt sei — Formulierungen, die insofern bedenklich anmuten, als diese Art des („organischen“) „Zeitigens“ (Bilz 248) als temps vécu bezeichnet und damit nicht genügend abgesetzt wird von dem wahren (geschichtlichen) Sich-Zeitigen der menschlichen Existenz. In bezug auf das die Begattung anbahnende Zeremoni