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Vor einigen Monaten erschien in dieser Zeitschrift (III/8) der Aufsatz von Jacques Berna „Zur Technik der Kinderanalyse“, in dem er seine Auffassung mit der von Anna Freud vergleicht und ihr gegenüberstellt.
Damit ist die Diskussion über die „Technik“ der Kinderanalyse auch bei uns wieder von neuem in Fluß gekommen, und es steht zu hoffen, daß an dieser Stelle auch andere Kinderanalytiker zum Wohl unserer kleinen Patienten mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen werden.
Anna Freuds „Einführung in die Kinderanalyse“ ist 1927 erschienen. Niemand wird ihr das Verdienst streitig machen wollen, daß sie als erste die Einsichten ihres Vaters in der Arbeit an Kindern verwertet hat und damit die Begründerin der Kinderanalyse geworden ist. Sie darf als Vertreterin einer mehr autoritären Richtung gelten, und es ist kein Wunder, daß dieser erste Schritt einer Anwendung der psychoanalytischen Theorien in der Kinderbehandlung der Eigenart des Kindes noch nicht genügend Rechnung trug. Das Kind erscheint bei ihr gelegentlich wie ein Miniaturerwachsener, der sich der besseren Einsicht des Analytikers unterzuordnen hat. So schreibt sie in der Einleitung ihres Buches etwa: „Es handelt sich einfach um die Überführung eines bestimmten, unerwünschten Zustandes in einen andern, erwünschten, mit allen Mitteln, die dem Erwachsenen einem Kind gegenüber zu Gebote stehen.“
Wenn Anna Freud die ethische, fordernde Haltung des Analytikers betont, so konnte es nicht verwundern, daß andere Auffassungen hinsichtlich der Haltung des Analytikers gegenüber dem Kind im Lauf der Jahre entwickelt wurden, um so mehr, als gerade in der Kinderanalyse die Haltung des Helfers sehr stark von persönlichen Einstellungen abhängt.
Im Gegensatz zu Anna Freud vertritt nun Berna die Überzeugung, die „Technik“ der Kinderanalyse habe sich ganz der Eigenart des Kindes anzupassen, was seiner Meinung nach am besten dadurch geschehen kann, daß der Analytiker dem Kind gegenüber die Rolle eines Excentric-Clowns spielt.
Wenn Anna Freu