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Eine recht ausführliche Darstellung aller bekannteren modernen Typologien.
(Es fehlt die amerikanische Konstitutionspsychologie von W. Sheldon, die dem Autor wohl nicht erreichbar war — Freuds libidinöse Typen und Künkels Typen werden nicht referiert, sonst ist die Übersicht recht vollständig.) Das Buch beginnt mit der experimentellen Typenpsychologie: Kroh, Scholl, Pfahler — Farb-Formseher — „feste“ und „fließende“ Gehalte. Es folgt Kretschmer, - Conrads Versuch der Umdeutung der Knetschmer schen Typen in genetische Typen —, Jaenschs Integrationstypologie — dann Jung und um Jung herum —, also die Typologien, die Jung (irrtümlicherweise) mit seinem Gegensatz des Introvertierten und Extravertierten zu „umfassen“ glaubte: Ostwalds Gegensatz des Romantikers und Klassikers, Schillers Gegensatz des Naiven und Sentimentalischen — Nietzsches Appoliniker und Dionysiker —, Wölfflins kunstgeschichtliche Typen und so weiter. Dann die Geschlechtertypen, die Volks- und Rassetypen (Claus), schließlich — in populäre Betrachtungsweise ausklingend und mit Illustrationen von Busch versehen — allerlei „volkstümliche“ Typen. Etwas merkwürdig hinsichtlich der Reihenfolge wirkt danach der Abschluß mit der ausgesprochen geistigen Gruppe: Dilthey, Spranger-Nohl.
Der Autor enthält sich jeder Stellungnahme und Kritik. (Wer sich noch nicht näher mit Typologien beschäftigt hat, wird staunen, daß eine immer noch schöner ist als die andere.) Die Problematik der Typologien wird nicht herausgearbeitet. Es werden wohl zu Beginn verschiedene Auffassungen des Typenbegriffes referiert, aber es bleibt bei der bloßen Nebeneinanderstellung. Diese Unselbständigkeit der eigenen Stellungnahme hält das Buch leider auf dem Niveau eines bloßen Referates fest.
Aber mit der fleißigen und gewissenhaften Zusammentragung der verschiedenen Lehren erfüllt es die Aufgabe, die der Verfasser sich gesteckt hat, sehr reichlich. („Die vorliegende Schrift möchte denen, die sich vom Problem des Typus angesprochen fühlen und