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Im Ringen der vom Material des Existenzdenkens, der Ausdruckskunde und Tiefenpsychologie unterbauten philosophischen Anthropologie unserer Tage um ein gültiges, die inneren Kräfte des Einzelnen heraufbeschwörendes Menschenbild weist Vetters „Anthropognomik“ Blickpunkte auf, die sich in Zukunft jede Bemühung um Selbstaufklärung um ihrer Wesentlichkeit willen zu eigen machen wird. Eben um dieser Bedeutung für den Selbstbegriff des eigentümlich Menschlichen willen ist die Frage sekundär, ob Vetters geistesgeschichtlich ausdeutende Erscheinungsbeobachtung „Wissenschaft“ im strengen Sinne ist. „Natur und Person“ ist das Buch eines intuitiven Denkers und eines scharf beobachtenden praktischen Charakterologen; eine Fülle von originellen Denkansätzen und überraschenden Deutungen von allzu Bekanntem sammelt sich zu einer großen Schau des modernen Menschen, die schließlich in den letzten Abschnitten des Werkes den Ausblick in die nähere Zukunft freigibt.