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Verfasser geht aus von der christlichtheologischen Schau Augustins, nach der die zum Bild und Gleichnis Gottes bestimmte Seele des Menschen keiner größeren Vermessenheit erliegen kann, als der sich im Dünkel der Eigenmacht und in der Begierde, diese Eigenmacht auszukosten, von Gott abzukehren und sich selbst zum Mittelpunkt der Welt zu machen. Dies ist das „experimentum suae medietatis“ (Augustin), der prometheisch-luziferische Versuch des selbstherrlichen Menschen, sich im Unglauben auf das eigne Ich zu stellen. Im „experimentum medietatis“ sieht Verfasser die Freiheit des Menschen zum Bösen und das heißt seine Empörung gegen Gott als „ewige Möglichkeiten, die sich im Bewußtsein des Menschen zwar zurückdrängen aber nicht völlig tilgen lassen“, von denen der abendländische Mensch „von Äschylos bis Spitteler“ stets mit wachsendem Nachdruck wieder Gebrauch machen müsse, so sehr auch der „strenge, leidenschaftliche Religiöse dies experimentum als falsch und zerstörend bestreiten, den luziferischen Weg ad se ipsum als auf die gesetzte Mitte der Welt verurteilen und das prometheisch-luziferische Tun verdammen“ mag. Im 17. Jahrhundert bildet Pascal das Bollwerk gegen die neu aufflammende „heidnische“ Gesinnung, die sich doch in den folgenden Jahrhunderten immer tragischer und zersetzender auswirken muß, die Spannkraft des Menschen untergrabend, und die sich in den Phänomenen der existentiellen Unsicherheit