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Der Verfasser, der erst kürzlich mit seinem Buch „Menschenleben zwischen Herz und Hirn“ an die breitere Öffentlichkeit sich gewandt hat, läßt diesem nun „Das Geheimnis des Tierkreises“ folgen, worin er den Versuch macht, die Lehren der Astrologie mit den Erfahrungen der Tiefenpsychologie zusammenzuschauen — ein begrüßenswerter Versuch, da bisher im allgemeinen der Tiefenpsychologe ebensowenig von der Astrologie zu wissen pflegt, wie der Astrologe von der Tiefenpsychologie. Allerdings erscheint der Untertitel des Buches „Eine tiefenpsychologische Begründung der Astrologie“ allzu vielversprechend und ist daher eher irreführend. Aus den reichen Berührungen und Ergänzungsmöglichkeiten beider Gebiete greift Reich vor allem die Gesichtspunkte heraus, die darauf hinweisen, daß „ohne astrologische Grundbegriffe eine allumfassende Weltanschauung nicht möglich“ sei und daß „die Tiefenpsychologie uns wieder lehrt, mehr Acht zu haben und Achtung zu fühlen vor der unheimlichen Macht und seelischen Realität alter Mythen als Aufbaukräfte der menschlichen Seele“ — wovon uns gerade die Astrologie in ihren großartigen und überzeitlichen Symbolen Zeugnis gibt. In der Darstellung des Tierkreises als Folge von „Grenzsituationen“ wird so an ihm ein Individuationsprozeß des Menschen beschrieben und der Verfasser stellt sich die Aufgabe, am Horoskop nachzuweisen „inwiefern die darin enthaltenen Symbole den Entwicklungsverhältnissen der menschlichen Seele, dem Charakter und Schicksal entsprechen“ — eine Aufgabe, die im Rahmen des Buches nur im Ansatz gelöst werden konnte. Die Gegenwart ist astrologischen Gedankengängen vielleicht wieder geöffneter, da „die moderne Physik uns ein Weltbild geoffenbart hat, in welchem alles Stoffliche sich aufzulösen scheint in ein sinnvolles Spiel von Kräften und Zahlen. Das Atom scheint in seinem Bau einem Planetensystem zu gleichen und so den uralten mystischen Grundsatz zu verkörpern ‚wie oben so unten‘“. „Kosmosophie (Astrologie) bleibt solange eine wirkl