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In geschicktem Aufbau werden „der Traum im Leben der Völker“, „die Wege der Traumforschung“, „die Grundgesetze des Traumlebens“, „Traum und Persönlichkeitsentwicklung“, der „Zukunftsblick des Traumes“, „der Traum im religiösen Leben“ und „Menschheitsträume“ behandelt.
Träume kommen nicht nur aus dem am Tagesleben unbeteiligten Unbewußten, sie kommen auch aus der ganz einmaligen „geschichtlich-konkreten“ Lage des Einzelmenschen. Sie bilden gelegentlich Erlebnisse, die sich aus dem Strom sonstigen Erlebens herausheben. Unmittelbar nach jedem Traum muß mit der Einzelforschung begonnen werden, um erst alle naheliegenden Deutungen zu versuchen. Der Traum hat einen echten Zielsinn, der aber nicht auf der Ebene des rationalen Bewußtseinsdenkens liegt, sondern dort wo sich die Wurzeln des Biologischen und des Seelischen finden. Die Gesetze der Wirklichkeitslogik gelten nicht im Traum, doch müssen nicht gerade unbedingt nebelhafte Unbestimmtheiten, Undurchsichtigkeit und Inkohärenz zum Traum gehören. Äußere Reize können zwar einen Traum veranlassen, doch liegt ihm eine affektive Spannung zugrunde. Gleiche äußere Reize können verschiedene Trauminhalte veranlassen. Der Traum kann sogar zu eigentlichen schöpferischen Akten führen.
Die „Traumbesinnung“ hat einen bedeutsamen Wert für die Weiterbildung der Persönlichkeit, da im Traum die Natur in gewissem Ausmaße Wege für die Zukunft weist. Verfasser ist überzeugt davon, daß der Traum auch den „Blick in die Zukunft“ zeigt. Einen besonderen Beweis für diese Ansicht liefert ihm die Tatsache, daß gewisse krankhafte Veränderungen im Traum vergröbert erlebt werden, die sich in Wirklichkeit noch im Anfangsstadium befinden (beginnende Angina).
Im religiösen Leben spielt der Traum eine besondere Rolle, wie in einigen Bekehrungserlebnissen dargelegt wird. Auch die Hagiographien liefern dazu ihren Beitrag.
Für die Menschheitsträume sind besonders die Träume von ewigem Frieden und ewigem Glück bedeutsam.
Die Arbeit ist sehr anregend geschrieben,