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Der sogenannte „Asylierungsfall“ der Tuberkulosebehandlung ist für den Arzt ein schweres Problem, das nicht mit dem Gedankengut der Medizin als Naturwissenschaft zu lösen ist. Die Lösungsversuche liegen bisher in der Richtung, die Gefahr für die Volksgesundheit zu bekämpfen. Dem Verfasser aber geht es um den ethischen Kern des Samaritergedankens. Der Anhänger der rationalistischen Lehren über die geistigen Grundlagen der Medizin
(letzte Konsequenz: Menschenversuche) wird kaum imstande sein, jenen Kranken entscheidende Impulse für ihre Daseinsbetrachtung zu geben. Es ist aber Aufgabe des Arztes, dem Kranken als ganzer Persönlichkeit zu helfen, durch Versuch einer bewußten Ausrichtung auf das Geistige und Metaphysische. Hierbei kann die Pastoralmedizin und die Psychotherapie unschätzbare Dienste leisten.