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Der Verfasser stellt in seinem Referat eine bisher wenig beachtete Seite der Halluzination, ihre soziale Bedeutung, in den Vordergrund. Er greift auf eine Arbeit über „den Glauben des Halluzinierenden“ () von Ey zurück. Dort rief Ey den wesentlichen Teil der Definition der Halluzination von Esquirol wieder in Erinnerung und definierte wie dieser die Halluzination als die Funktion der „innersten Überzeugung“. Seit Ball diese Definition Esquirols verkürzt und entstellt hatte, war die Halluzination nur noch eine „Wahrnehmung ohne Objekt“ gewesen. Man hatte dabei das Subjekt — den Halluzinierenden — völlig vergessen. Aber auch nach der Betrachtungsweise von Ey blieb die Halluzination der Zustand eines isolierten Individuums, das dem gegenübersteht, was es sieht und hört. Der Verfasser wirft nun die Frage auf, ob die Halluzination den Halluzinierenden wirklich mit seinem Objekt isoliert oder ob nicht vielmehr dieses Objekt eine Beziehung zwischen dem Kranken und uns herstellt und so die Halluzination eine soziale Bedeutung erhält. Mit dieser Untersuchung soll aber nicht der Versuch einer intellektuellen Erklärung der Halluzination unternommen werden.
Die Halluzination enthält zwei Momente: die Erfahrung und den Ausdruck. Die Erfahrung — eine Sinnestäuschung mit Realitätseindruck — bleibt uns verborgen, wir können nur ihren Ausdruck erkennen. Der Kranke versucht spontan eine „Intellektualisation“ des inneren Vorganges; unsere Gegenwart, unser Zuhören genügt ihm schon, um sich auszudrücken. Dieser Ausdruck soll nun auf seinen Beziehungswert geprüft werden. Bisherwurde dieser sozialen Bedeutung wenig Aufmerksamkeit geschenkt, sie liegt aber schon im Begriff des „Transitivismus“ von Wernicke, des „Gedankenlautwerdens“ von Kraepelin und auch Logre unterstreicht die Tatsache, daß der Delirant „gewisse Elemente seiner anomalen Psychologie auf seine Umgebung überträgt“ und nennt dies später „Automorphismus“.
Eine Auseinandersetzung des Verfassers mit verschiedenen Autoren und beso