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Beim Paranoiker greifen endogene und psychisch-reaktive Kraftfelder innig ineinander. Bei leichteren paranoischen Reaktionen muß sich der endogene Untergrund nicht verschoben haben. Je schwerer eine solche Entwicklung ist, desto wahrscheinlicher haben „Schwankungen und Rutschungen im endogenen Untergrund“ ihr den Boden bereitet. Dies ist nicht nur der Entstehungsmodus paranoischer und leichter schizophrener Randprozesse, hierher gehören auch die „Pubertätskrisen“, ferner die „blanden Vitalitätsverluste“, die im Laufe des Lebens durch vegetative und endogene Umstellungen eintreten, sodann die gedehnten, oft unmerklichen Schwankungen der Stimmungslage submanischer oder subdepressiver Art. Verfasser greift mit dieser Ansicht weit in das Gebiet neurotischer Erkrankungen hinüber.
Solche Veränderungen schalten sich bei dieser ganzen Gruppe von Patienten „aus dem endogenen Untergrund unsichtbar in die Persönlichkeitsstruktur“ ein. „Der psychische Apparat“ beginnt nun „mit eineretwas anderen Schaltung“ zu laufen. Auf dieser „neuen endogenen Basis“ baut sich „ein neues, sekundäres Persönlichkeitsbild“ auf, welches dann von der Umwelt her wiederum geformt wird. „Auf der einmal gewordenen endogenen Basis sind, wie bei jedem anderen Menschen, ausgiebige psychische reaktive Wirkungen affektstarker Erlebnisse und Umwälzungen möglich, die Symptome bilden und Persönlichkeit formen.“ Dieser Mechanismus wird am Beispiel des Paranoikers plastisch beschrieben.
Die „Sexualkonstitution“ ist für sich zu analysieren. Die Unterscheidung „endogen“ — „psychogen“ ist hier sinnlos, weil triebhafte Krisen sowohl psychisch reaktive wie körperlich endogene Aspekte haben. Es kann bei „Veranlagten“ ein