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Verfasser versucht, im Hinblick auf die Psychiatrie und Philosophie der klassisch-romantischen Geistesepoche, den „Wahnsinn“ als eine besondere Grenzmöglichkeit des Menschseins, als eine das Ganze des Menschen verwandelnde Wirklichkeit darzustellen. „Es ist versäumt worden, den Wahnsinn in Beziehung zu Sein und Nichtsein zu setzen und speziell das Problem des Scheins zu sehen.“ „Es gibt wohl keine Weise des Menschseins, das in seinem Sein so in Frage gestellt, dem Nichtsein so ausgesetzt, dem Schein so preisgegeben wäre, wie es dem Schizophrenen in der Überwältigung durch das Krankheitsgeschehen geschieht.“ Verfasser stellt die Frage, „ob es in allem Seinsverlust, in allen Verödungen und Entleerungen der schizophrenen Daseinsumwandlung, doch auch so etwas wie ein tieferes Zusich-selbst-Kommen geben kann, ob es für den Kranken Möglichkeiten gibt, durch seinen Seinsverlust hindurch ein neues Sein und Bestehenkönnen zu gewinnen?“ Wird diese Frage bejaht, so liegt darin Voraussetzung und Angelpunkt psychotherapeutischer Hilfe. „Zur Erfüllung solcher Aufgaben muß sich der Arzt jedoch offenhalten für das mitmenschliche Angesprochenwerden durch den Kranken, dessen ‚fremdartige‘ und ‚unzugängliche‘ Existenzweise doch eine, wenn auch äußerste