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Die besonderen Schwierigkeitein in der Über-Ich-Bildung jener Kinder werden beschrieben, deren Väter zwar nach außen noch sozial relativ intakt sind, aber zeitweilig unter schwerem Alkoholeinfluß stehen. In den nüchternen Intervallen neigen gerade diese Trinker zu weicher, verständnisvoller und reuig-liebevoller Haltung gegenüber ihrer Familie. So formt sich im Kind immer wieder das Idealbild des omnipotenten und liebenden Vaters, das dann wiederholt völlig zerstört und niedergerissen wird. Das Kind entwickelt zwangsläufig ausgesprochen ambivalente, schwankende, antagonistische Haltungen und gleichzeitig ein unstillbares Bedürfnis nach gesicherter Zuneigung.
Zur Illustration dienen drei kurze eindringliche Darstellungen von Fällen, in denen vor allem die extreme ambivalente Bindung des Kindes an den periodisch trinkenden Vater und seine gleichzeitige Unsicherheit gegenüber der Umwelt zum Ausdruck kommen. Es fällt dabei auf, daß die, in allen drei Fällen „normale“, Mutter nicht in der Lage ist, ein entsprechend ausgleichendes Sicherheitsgefühl in den Kindern zu erwecken — einmal weil sie selbst in eine negative, verurteilende Haltung gegenüber dem Vater und unbewußt auch gegenüber dem Kind gerät (alle drei Fälle betreffen Knaben!). Und offenbar auch, weil die großen Schwankungen im Verhalten des Vaters das Kind emotional viel tiefer beeindrucken als die gleichmäßig sorgende, aber negative Haltung der Mutter.
Der erste Fall zeigte als Symptom der einsetzenden Störung der kindlichen Entwicklung die verschiedensten Angstzustände, Eßstörungen und Versagen in der Schule, die beiden anderen, aktiveren und aggressiveren Jungen begannen frühzeitig einzubrechen und zu stehlen. Es wird in der Arbeit noch kurz darauf hingewiesen, daß die Störung der Über-Ich-Bildung bei Töchtern von Trinkern offenbar etwas abweichend verläuft, aber auch auf eine starke ambivalente Vaterbindung hindeutet. Häufig wählen die Töchter von Trinkern wiederum einen Trinker zum Mann. Das kurze Referat ist