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Beim Studium der verschiedensten heutigen philosophischen und psychologischen anthropologischen Erörterungen, aber auch schon bei ihren Vätern, zum Beispiel bei Kierkegaard, findet sich der Begriff des Nichts, unter dessen Einfluß der Mensch steht. Soviel wir sehen, gehen die dabei verwandten Formulierungen, die aufzeigen wollen, in welcher Weise diese Einflußnahme vorzustellen sei, weitgehend auf Pascal und von dort wieder auf Augustin zurück. Man sollte meinen, daß dieser Rückgriff der Präzision des Gesagten zugute käme. Das ist jedoch keinesfalls die Regel. Häufig gewinnt man vielmehr den Eindruck, daß mit diesem Begriff Nichts zu abstrakt und zu leichtfertig umgegangen wird. Solch ein Begriff, wie das Nichts, läßt sich ja sehr leicht handhaben. Die Folge ist in vielen Fällen jedenfalls die beobachtete Unverbindlichkeit. Wahrscheinlich steht dahinter die für diesen Begriff Nichts spezifische Denkschwierigkeit, Nichts wirklich als nichts zu nehmen und sorgfältig zu vermeiden, daß jeglicher positiver Inhalt in das Nichts hineingebracht wird.
Man wird also das Bedürfnis anerkennen müssen, das darauf hinausgeht, der Konkretion des Nichts im menschlichen Dasein näherzukommen. Wie soll man sich dieses Nichts verstellen? Ist es eine Kraft? Oder eine Macht? In welchen Erscheinungen wirkt es auf den Menschen ein? Wie können wir es fassen, wo tritt es auf?
Vielleicht finden sich bei Pascal Hinweise auf Antwortmöglichkeiten für alle diese Fragen. So betrachten wir es heute als unsere Aufgabe, mit Ihnen die Meinung Pascals über dieses Nichts zu studieren und von da her zu überlegen, welchen Wert die daher gewonnene Erkenntnis für uns haben kann; und Sie werden es begreiflich finden, daß dieser Versuch der Erprobung in die Klinik führt.