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Die Untersuchungen von W. R. Heß, v. Bergmann, O. Gagel, Sturm und Veil, R. Cassierer und zahlreichen anderen haben eindeutig den wichtigen Einfluß des vegetativen Nervensystems auf die Einheit des Gesamtorganismus ergeben. So ist keine Sinnesfunktion, keine gestaltende motorische Tätigkeit, keine organisierende Zentrentätigkeit möglich, wenn sich nicht die Zellelemente der entsprechenden Organe in einem adäquaten, das heißt durch das vegetative Funktionssystem gesicherten Milieu befinden. Daraus ergibt sich von selbst die ungeheure Mannigfaltigkeit und Variabilität der Bilder, die Störungen dieses Systems verursachen können. Die klinische Symptomatik ist deshalb auch uneinheitlich und reicht von einzelnen isolierten Formen bis zu schweren Gesamtbeeihträchtigungen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.
Es besteht heute wohl kein Zweifel mehr darüber, daß der Aufbau des vegetativen Nervensystems stufenweise bis zu den höheren Zentren sich hinordnet und die übergeordneten Funktionszentren in das Zwischenhirn, in die Wandungen des dritten Ventrikels mit seinem Höhlengrau lokalisiert werden können, die ihrerseits wiederum funktionell auf innigste Weise mit der Hypophyse verbunden sind. Insbesondere haben uns dies die bekannten Untersuchungen von Heß gelehrt, der bei systematischer elektrischer Abtastung des Zwischenhirns und der angrenzenden Hirnabschnitte im Tierversuch verschiedenste vegetative und auch affektive Reizwirkungen hervorrufen konnte. Auch die Untersuchungen von F. Hoff, F. Mayr und N. Moschik bei subarachnoidaler, beziehungsweise subduraler Luftfüllung der endocraniellen Räume und die Untersuchungen von E. Pakesch beim Elektroschock haben die führende Rolle des Hypophysenzwischenhirnsystems hinsichtlich der vegetativen Gesamtregulation bestätigt.
Wenn wir uns nun den vegetativen Regulationsstörungen zuwenden, die vorwiegend zentralbedingt anzusehen sind, so ist man sich heute wohl allgemein im klaren darüber, daß es sich um das Problem einer Massene