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Betrachtet man Seelisches und Körperliches jedes für sich, so erscheinen sie wesensverschieden. Die häufigst genannten Unterschiede sind: Das Körperliche ist räumlich — das Seelische unräumlich.
Das Körperliche zeigt extensive Maße und außerdem intensive (zum Beispiel Muskelkraft). Beide lassen sich quantitativ messen. Das Seelische zeigt nur intensive Maße (Stärke einer Strebung, Stärke der Ausprägung einer bestimmten Strebensrichtung). Die intensiven Größen des Seelischen lassen sich nicht messen, sondern nur schätzen.
Das Körperliche zeigt durchgehende Determiniertheit im kausalen Geschehensablauf. Das Seelische zeigt Freiheit des sich entschließenden Ich und „Motivketten“ von Trieben, Interessen und so weiter.
Das Körperliche zeigt atomare Zusammengesetztheit, — das Seelische zeigt ganzheitliche Ordnungsweise: Jedes Einzelne ist, was es ist, erst durch den Platz, den es im ganzen Gefüge einnimmt.
Das Seelische ist außerdem hierarchisch aufgebaut, es zeigt deutliche Zentrierung im Ich. Im Seelischen herrscht Subjektivität, Ichhaftigkeit aller Vorgänge. Das Körperliche zeigt einen Aufbau objektiver Prozesse.
Das Seelische baut sich in der Dimension „Innen-außen“ auf. Sie stellt eine aprioristische Dimension des Seelischen dar. Für das Seelische baut sich die Welt „um das Ich herum auf“, sowohl die räumliche Außenwelt wie der eigene räumliche Körper. Wir mögen unsere Gefühle in der Herzgegend oder in der Zwerchfellgegend, unser Denken im Kopf lokalisieren, — wir selbst, „unser Ich“ ist auf jeden Fall immer „tief drinnen“. Und auch innerhalb des „Seelen-Raumes“ wohnen „wir selbst“, unser Ich, im „Innersten der Seele“.
Dieser „Um-herum-Raum“ (also eben die Dimension „innen-außen“) ist keine Analogie aus dem Realraum, sondern umgekehrt bestimmt der Aufenthaltsort unseres Ich (oder seine Projizierung in räumliche Gegenstände), was im Außenraum „innen“ und was „außen“ genannt wird. „Innen-außen“ is