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Jedes noch so kleine technische Detail, jeder Punkt der Hausordnung und im besonderen Maße jede Eigenart des Personals einer Klinik, die sich ausschließlich der Psychotherapie widmet, ist, beziehungsweise gehört ein- und untergeordnet den geistigen Positionen derer, die einem bestimmten und stets sich ändernden Krankengut gerecht zu werden sich bemühen. Eine derartige Klinik ist im wahren Sinne des Wortes ein beseelter Organismus und seiner Darstellung begegnen dieselben Schwierigkeiten, mit denen eine Anthropologie zu kämpfen hat, die die Ergehnisse moderner mikropsychologischer Forschung einbeziehen will. Dementsprechend kann eine so kurze Darstellung, wie sie hier aus Platzgründen notwendig ist, nur eine Skizze sein, bei der es sich zu entscheiden gilt, auf welchem Anteil das Schwergewicht liegen soll. Der geistige Anteil des Klinikorganismus, von dem hier berichtet werden soll, gründet sich im wesentlichen auf Sigmund Freud, J. H. Schulz, Harald Schultz-Hencke und der Synthese, die Verfasser anstrebt beziehungsweise meint erreicht zu haben.
Es sei mit der Schilderung der materiellen Voraussetzungen begonnen, um dann das Krankengut zu beschreiben, soweit es zur Verständlichmachung der uns gestellten Aufgaben notwendig ist. Die Mitteilung unserer Behandlungsmethoden und Ergebnisse soll sich anschließen.
Es handelt sich um eine Privatklinik am Stadtrand mit guter Verkehrsverbindung und einem 5000 qm großen Garten, mit 12 Krankenzimmern (1-5 Betten pro Zimmer) für 36 Kranke, 3 Tagesräumen und 4 Behandlungszimmern. Durchschnittlich 30 Kranke beanspruchen die Klinik nur auf Kosten der VAB, die 7,50 DM pro Tag für sämtliche Aufwendungen zahlt. Die Zahl der Privatpatienten reicht oft nicht aus, um die etwas über 10 DM liegenden Kosten der Klinik für jedes Kassenbett zu decken. Es muß demnach mit den bescheidensten Mitteln gearbeitet werden, um eine ausreichende Verpflegung und vor allem die nötige ärztliche Assistenz sicherzustellen. Für je 10 Kranke ist ein Arzt tätig, h