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Dieser Titel ist eigentlich falsch. Denn er legt den Gedanken nahe, es bestehe hier die Meinung, zum Atheisten gehöre ein ganz bestimmtes, immer wieder in gleicher Weise erkennbares religiöses Erleben. Wenn man so beginnt: das religiöse Erleben, so wird solcher Eindruck zunächst erweckt. Daher muß gleich jetzt mit einer Korrektur begonnen werden, und es wird sich zeigen, daß eine Fülle ähnlicher Schwierigkeiten die folgenden Darlegungen ständig begleiten wird. Aber das soll doch nicht hindern, daß dieser Versuch einer Klärung unternommen wird. Noch oft wird das notwendig sein. Man könnte etwa sagen, alle 10 Jahre habe sich die Auffassung der Menschen von Welt und Leben im allgemeinen so weit geändert, daß es neuerlich notwendig sei, sich unter anderem auch auf das religiöse Erleben ausdrücklich zu besinnen. Das gilt besonders für denjenigen, der abseits des Tradierten steht. Man wird sich über die Schwierigkeiten des Gesprächs — denn es handelt sich ja um eine Antwort des Atheisten auf die Frage, wie denn sein religiöses Erleben beschaffen sei — nicht täuschen dürfen. Sie sind mannigfacher Natur. Zum Teil liegen sie im Sprachlichen, aber keineswegs allein dort. Zunächst einmal wird nur derjenige sich hierüber äußern dürfen, der der Meinung ist, daß auch der Atheist religiös zu erleben imstande ist, ja, daß er auch dann stets religiös erlebt, wenn er selbst meint, es nicht zu tun. Diese Grundvoraussetzung allein erlaubt, über obiges Thema zu schreiben. Und nun muß hinzugefügt werden, daß nur jemand hierüber schreiben sollte, der nicht nur der Meinung ist, es gäbe ein religiöses Erleben des Atheisten, sondern der Meinung, es sei auch von großer Wichtigkeit, sich hierauf wieder und wieder zu besinnen und den Versuch zu machen, klar auszudrücken, worum es sich da handeln soll.
Im vorliegenden Fall kommt hinzu, daß der Verfasser des Folgenden, seit mehreren Jahrzehnten ständig ausübender analytischer Psychotherapeut, auch im Hinblick auf seine spezielle Aufgabe der Meinun