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Die vorliegende Veröffentlichung gibt für weitere Kreise einen Überblick über das Gesamtgebiet der Psychotherapie nach ihrem gegenwärtigen Stande und stützt sich dabei in einigen Abschnitten auf die frühere, jetzt vergriffene Schrift des Verfassers „Der gesunde Mensch“. Nach einer einleitenden Darlegung, des Problems der Leib-Seele-Einheit wird ein historischer Abriß der Entwicklungsgeschichte der modernen Psychotherapie gegeben. Didaktisch glücklich ist hierbei, daß „Die Vorläufer“ — wie Platen, Leibniz, Lichtenberg und Carus — im Stile einer Anthologie selbst zu Worte kommen. Die Grundgedanken der Arbeiten von Freud, Adler und Jung, sowie die Entwicklung der hypnotischen und suggestiven Methoden werden mit Unvoreingenommenheit paritätisch skizziert. Die „Einwirkungen des Seelischen auf das Leibliche“ stellt der Verfasser an Hand von Beispielen aus der psychotherapeutischen und psychosomatischen Literatur (Heyer, Kemper, Mohr, J. H. Schultz, v. Weizsäcker) lebendig und einleuchtend dar. Trotz der grundsätzlichen Betonung „jede Krankheit als lebensgeschichtliches Problem zu betrachten“, gerät der Verfasser nicht in die Gefahr mancher psychotherapeutischer Populär-Publizistik, in einen psychotherapeutischen Absolutismus, sondern weist wohl auf die Bedeutung des biologisch Gegebenen in Konstitution und Anlage hin. In der Gegenüberstellung „des seelisch gesunden und des seelisch kranken Menschen“ werden