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Das Werk ist als Festgabe an Heinrich Meng zu seinem sechzigsten Geburtstag gedacht. Es bringt eine weitgespannte Schau über die Entwicklung der Psychohygiene in Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Schweiz, Ungarn und USA. Ihre Anwendung auf den Gebieten der Berufsberatung, in der Sprechstunde des Nervenarztes und nicht zuletzt am Psychohygieniker selbst wird beleuchtet. Darüber hinaus wird aber auch die psychohygienische Arbeit an zeitbedingten Problemen erläutert (Kriegsgefangene, Flüchtlinge, Konzentrationslager, Häftlinge). Das weite Gebiet der Soziologie umspannt Fragen der seelischen Hygiene vor der Ehe, der Überorganisation der Familie, der psychiatrischen Kriegsprophylaxe, der Psychoanalyse des Judenhasses und juristische, soziologische und psychologische Bemerkungen zum Problem der Kriegsverhütung.
Die eigentliche Psychoanalyse und Psychotherapie hat naturgemäß in der Psychohygiene ihren besonderen Platz. Wir nennen: Seelische Hygiene des Ichs, Psychohygiene und Gruppentherapie, Schwierigkeiten zwischen Eltern und Kindern in der Vorpubertät, Psychohygiene in der sexuellen Latenz-periode, Ausdruck und Gestaltung menschlicher Triebhaftigkeit, Frustration und pathologischer Wandertrieb. Sonderfragen der Medizin werden in erbhygienischen Betrachtungen, öffentlicher Gesundheitspflege und Psychohygiene, in der Erörterung der Frage klimatischer oder psychischer Hygiene und in der Darstellung der Zusammenhänge zwischen Kinderpsychiatrie und Psychohygiene behandelt, sowie in Berichten über Zahnarzt und Psychohygiene und die Prophylaxe der Suchterkrankung.
Die Redaktion des Werkes verdanken wir Frau Maria Pfister-Amende in Zürich. Frau Pfister hat über die mühsame redaktionelle Arbeit hinaus auch selber zwei wichtige Beiträge geleistet, in denen sie über ihre Erfahrungen bei der Flüchtlingsbetreuung berichtet. Sie konnte nachweisen, wie schädlich das Lagerleben für Flüchtlinge ist, wie gerade hier latente Agressivität besonders genährt wird, wie sehr e