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Dem Bändchen liegt ein Vortrag zugrunde, der an der Jugendleiterschule des Landes Hessen vor den Kreis jugendpflegern gehalten wurde. Man versteht den Wunsch der Zuhörer, ihn im Druck zu besitzen, da er in sachlich-objektiver Darstellung die charakteristischen Züge zusammenfaßt und — in gesonderten Schlußkapiteln — auch auf die psychopathologischen Erscheinungsformen dieses Alters hinweist. So ergibt sich eine trotz ihrer Kürze geschlossene Schrift über diesen so wichtigen Lebensabschnitt. Obwohlder Verfasser keineeigenenneuen Gesichtspunkte bringt, hat sie doch ihren Sinn durch die fundierte und klug abwägende Verwertungder bisherigen, auch der neuen Forschungsergebnisse. Neben dem Altmeister Ziehen fußt er vor allem auf Bühler, Stern und Spranger, wobei aber immer wieder — so vor allem in den Kapiteln über Onanie, Homosexualität und Angst — existentialistische und tiefenpsychologische Gedankengänge erkennbar sind. (Heidegger und Freud werden an einer Stelle ausdrücklich genannt.) Wohltuend berührt die menschlich-hilfsbereite Grundhaltung des Buches. Es dürfte sich vor allem für Eltern und jene Erzieher eignen, die die Probleme des Knaben- und Jugendlichenalters vorerst im Überblick sehen wollen, um von da aus zu eigener Weiterarbeit angeregt zu werden.