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Die Bekanntschaft mit diesem Buch bedeutet von Anfang bis Ende ein wirkliches Erlebnis. Auf gedrängtem Raume wird das Problem der Fehlerziehung eindringlich und eigentlich erschöpfend behandelt, insofern der Verfasser deren verschiedene Formen und Auswirkungen unter einen bestimmenden Ausgangspunkt, den der elterlichen Seinsweise stellt und von hier aus die Möglichkeiten ihrer Beeinflussung untersucht. Auf existential-ganzheitlicher Betrachtungsweise fußend, verfolgt er die Persönlichkeitsstruktur der Erzieher (praktisch meist der Eltern) schwieriger und sog. schwererziehbarer Kinder. Er stützt sich dabei auf konkrete Erfahrungen an Hand von rund 300 Fällen — ungefähr gleich viel Jungen und Mädchen —, die von 1936-1938 in der von ihm und Professor Skola geleiteten Erziehungsberatungsstelle in Prag behandelt wurden.
Diese Ergebnisse decken sich weitgehend mit denjenigen der privaten Erziehungsberatung, insofern die Eltern aus ihrer eigenen charakterlichen Gebundenheit heraus sich die erzieherischen Schwierigkeiten, also jenes „schwierige Kind“ eigentlich erst schaffen, das sie brauchen, um ihre Einstellung zum Leben