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Der Autor, der Fach- und Laienwelt besonders durch seine „theoretische Biologie“ und „kritische Theorie der Formbildung“ bekannt, gibt in dem ersten Band des „biologischen Weltbildes“ einen umfassenden Blick über die augenblickliche Lage der Biologie und legt seinen Standpunkt innerhalb derselben dar. Sein Anliegen ist die Überwindung der Antithese Mechanismus/Vitalismus und das Bestreben, die sogenannte „organismische“ Auffassung in die Biologie einzuführen. Die mechanistische Interpretation des Lebensgeschehens arbeitet mit der kausalen Verkettung einzelner Bestandteile untereinander; — im Gegensatz dazu versucht der Vitalismus das Leben durch das Hinzutreten eines immateriellen Faktors, der Entelechie, zu verstehen. Beide Anschauungen sind dem biologischen Geschehen nicht adäquat. Die organismische Auffassung Bertalanffys bedient sich in der Erforschung der Lebensvorgänge analytischer Methoden, übersieht aber nicht, daß die Organismen nach Kategorien organisiert sind, die der Autor unter den Begriffen des Systems, des Ganzen, der Leistung und der Organisation zusammenfaßt. „Die Lebenseigenschaften sind Systemeigenschaften, die der Organisation der Stoffe und Vorgänge entspringen und an diese gebunden sind, so daß sie sich bei Änderung des Ganzen verändern, bei dessen Zerstörung verschwinden.“ Im Gegensatz zum Mechanismus „ist das organische Geschehen gelenkt durch das Wechselspiel der im Gesamtsystem enthaltenden Bedingungen, durch eine dynamische Ordnung …“ Den Aufbau des Lebens, den Übergang von den Elementarbestandteilen der Materie zu den hochmolekularen Stoffen, den Viren, Genen und schließlich, den Lebewesen, sozialen Organisationen und Lebensgemeinschaften, sieht der Verfasser kontinuierlich und hierarchisch gegliedert, wie auch der einzelne Organismus einen hierarchischen Aufbau aufweist. Hier berührt er sich mit der Schichtentheorie Nicolai Hartmanns, der er einen wichtigen Platz in seinem biologischen Weltbild zuweist.
In der Embryogenese vertritt der Ve