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Im medizinisch-psychologischen Laboratorium der Leidener psychiatrischen Universitätsklinik haben wir hinsichtlich der Bedeutung des Rorschachtests als diagnostischem Hilfsmittel Erfahrungen gesammelt. Ich möchte hier über den Wert des Tests bei beginnender Schizophrenie berichten und untersuchen, inwieweit er geeignet ist, eine Abgrenzung-gegenüber zwangsneurotischen Reaktionsformen zu ermöglichen. In der Literatur finden wir hinsichtlich dieser Fragen folgende Angaben:
1. Bietet der RT typische Kriterien für die Schizophrenie? Wie bekannt, gibt Rorschach (1) zwölf Symptome an, von denen das Versagen, das Benennen der Bilder nach Zahl und Lage, die zerfahrene Sukzession, die markanten G-Antworten und Eigenbeziehungen die wichtigsten sind. Der niederländische Forscher Hylkema (2) hat bei 30 Schizophrenen zehn typische Kennzeichen festgestellt (siehe Tabelle 3a); viel Wert mißt er der sogenannten Verarmung des Protokolls bei, das heißt: wenig Totalantworten, manchmal mehr als 50 Prozent F —, beinahe ausschließlich T.M. Anat. Antworten und eine primitive, wenig differenzierte Ausdrucksfähigkeit. — Während weder Rorschach noch Hylkema von den Anfangsstadien der Schizophrenie sprechen, geht Isabella Tarcsay (3) auf Grund von 15 Psychogrammen schizophrener Patienten näher hierauf ein. Sie geht dabei von den 10 Kennzeichen Piotrowskis (4) aus (siehe Tabelle 2a); diese sollen auf die Anwesenheit einer psychotischen Störung hinweisen.
Als häufigstes schizophrenes Zeichen nennt Tarcsay den introvertierten Erlebnistyp, in schweren Fällen (nach Skalweit [5] auch in chronischen) soll der extratensive kennzeichnend sein.
Die meisten Autoren halten eine Unterscheidung der einzelnen Formen der Schizophrenie im Test für unmöglich; Rickers-Ovsiankina (6) und Beck (7) sehen wohl markante Unterschiede zwischen der paranoiden und der hebephrenen Form. Kelley und Klopfer (8) nennen 22 kennzeichnende Symptome für die Schizophrenie, welche Tarcsay auf 12 reduzierte (siehe Tabelle 3c). Als pa